Das
Herrenhaus ist fertig, die letzten Handwerker haben nach zehn Jahren ihre
langjährige Arbeitsstätte verlassen. Eignerin Caroline Hatlapa
ist froh, dass es geschafft ist und muss sich erst einmal daran gewöhnen,
dass es in Zukunft kein Hämmern und Sägen mehr in den Räumen
ihres Hauses gibt. Doch nun wird der neue Abschnitt mit Malerei und Musik
gefeiert.
Gudrun
Großer-Göbel zeigt am Wochenende ihre großformatigen Bilder.
"Heitere und leuchtende Farben stehen für pure Lebensfreude", steht
in der Einladung, und man nimmt es der Malerin nach der ersten Begegnung
sofort ab. Auf Menschen zugehen, flexibel bleiben, und immer neue Aufgaben
angehen, das sei ihr Lebensweg.
Die
gebürtige Schleswig-Holsteinerin lebt heute in Düsseldorf, ist
dort ehrenamtlich als Bezirks-Bürgermeisterin tätig und damit
für immerhin 60 000 Bürger Ansprechpartnerin.
"Diese
Arbeit macht mir sehr viel Spaß", meint die |
frisch pensionierte
Verwaltungsfrau, "und als Ausgleich beschäftige ich mich seit vielen
Jahren mit der Malerei." Nachdem sie im diekten Umgang mit bekannten Künstlern
ihre ersten Schritte auf diesem Gebiet machte, begann sie in diesem Jahr
eine zweijährige Ausbildung in der Meisterklasse von Hannelore Busch,
einer Schülerin von Joseph Beuys. "In eine bestimmte Schublade passe
ich nicht", erklärt die Düsseldorferin, und beim Betrachten ihrer
Bilder glaubt man es ihr. Von detailgenauen Darstellungen bis hin zu abstrakten
Bildern, die aus vielen Schichten bestehen, reicht ihr Spektrum.
Zwischen
11 und 18 Uhr können ihre Arbeiten am Sonnabend und Sonntag im Herrenhaus
betrachtet werden.
Parallel
zur Kunst gibt es an diesen Tagen auch die Gelegenheit, jeweils um 12.30
und 16 Uhr dem Pianisten Mark Karsai zu lauschen. Der 1981 in Ungarn geborene
Künstler ist Gewinner bedeutender Musikpreise und spielt in Borghorst
Chopin, Liszt und Schubert. |